Am Freitag morgen machten wie zuerst den Coronatest. Dann liefen wir gemeinsam mit der Klasse 6a zum Bahnhof. Wir stiegen in den Zug ein. Wir fuhren nach Amstetten und wanderten durch ganz Amstetten hindurch. Wir kamen als erstes zur Ziegelhütte. Danach machten wir ein Foto und gingen weiter zum Mühltalfelsen. Anschließend machten wir eine Vesperpause oberhalb vom Michael Knoll Denkmal. Wir liefen auf und ab weiter und kamen durch ein Dorf. Dort sahen wir schon den Ödenturm und gingen dorthin. Wir wollten auch noch zum Helfenstein und sahen ganz Geislingen von oben. Schließlich wanderten wir zurück durch den rutschigen Wald zum Bahnhof. Da warteten alle anderen auf uns.

Es war ein toller Wandertag!

„Wie kommt der Elefant auf das Wappen der Helfensteiner?“, „Wie viele Stockwerke hat der „Alte Bau“? und „Warum steht ein Schuh mit Bart auf dem Geislinger Forellenbrunnen?“ Diese Fragen und noch viele mehr können die Schüler der Pestalozzischule nun souverän beantworten.

An einem Mittwoch machten sich die Klassen 6a und 6b auf, um mit Stadtführerin Heide Rigl das mittelalterliche Geislingen zu erkunden. Vom Alten Bau ging es über Gerberviertel und Rathaus zum Schloss der Helfensteiner. Dort hörten sie vom unterirdischen Gang, der angeblich Burg und Stadt verbinden soll und machten einen Ausflug ins mittelalterliche Schulleben, denn sie standen vor dem ehemaligen Wohnhaus von Geislingens berühmtestem Lehrer, Christian Friedrich Schubart. Kreidetafel nebst Sütterlinschrift konnten stilecht ausprobiert werden.

Unterwegs zu Altem Zoll und Forellenbrunnen versuchte sich jedes Kind an seiner persönlichen Suchaufgabe: Fotos mit Merkmalen von Häusern und Straßen konnten in der Altstadt wiedergefunden werden und zogen interessante Anekdoten nach sich. Zur Belohnung erhielten die erfolgreichen Finder einen Glückselefanten, den die Schüler bei Klassenarbeiten als Talisman gut gebrauchen können, da er imstande ist, vergessenes – nicht ungelerntes! – Wissen zurückzuholen.

Vor der ehemaligen Markthalle entführte Frau Rigl die Klassen ins bunte Treiben einer mittelalterlichen Stadt: Schweine, die durch die Gassen rennen, Staub, aufgewirbelt von Pferd und Reiter, Nachttöpfe, aus den Fenstern auf die Straße gekippt  – und dazwischen die Stände der Obst- und Gemüsehändler. Die Notwendigkeit einer überdachten Markthalle eröffnete sich jeder Schülerin und jedem Schüler mühelos.

Zum Abschluss wurde in der Kirche anhand des massiven Chorgestühls der Ausspruch „Halt die Klappe!“ erläutert – um die andächtige Stimmung in der Kirche nicht zu stören, sollten früher die müden Chorknaben, wenn sie sich setzen wollten, sehr leise den Klappsitz nach unten legen und so „die Klappe halten“.

Mit vielen neuen Erkenntnissen und einer Menge Glückselefanten kehrten die Klassen zurück zur Schule – und staunten, welche interessanten Geschichten und bedeutenden Bauwerke unsere Stadt zu bieten hat.

Auch dieses Jahr machten die Klassen 6a und 6b wieder an der Weihnachtsaktion „Ein Päckchen Liebe schenken“ mit.

Und wie im vergangenen Jahr war die Aktion ein voller Erfolg. Wir konnten vier Päckchen packen – zwei für Mädchen und zwei für Jungen. Diese wurden von unserem Hausmeister dankbar angenommen und zu einer großen Sammelstelle gebracht. Mittlerweile sind unsere Päckchen – als Teil von circa 23.000 Päckchen – in großen LKWs unterwegs zu hilfsbedürftigen Kindern in Osteuropa oder Russland. Viele davon leben mit ihrer Familie in großer Armut oder haben sogar ihre Eltern verloren und wachsen im Kinderheim auf.

Die Not anderer Menschen berührte die Herzen der Kinder. Sie setzten sich mit Begeisterung dafür ein, diesen ein schönes Päckchen zu packen. Sie brachten viele Geschenke wie beispielsweise warme Wintersachen wie Mütze und Handschuhe, Süßigkeiten, Hygieneartikel, Schulsachen, Spielzeug und noch vieles mehr. Die Kinder verzierten die Päckchen mit Freude und malten tolle Bilder. Wir stellten fest, dass wir dadurch zu „modernen St. Martins“ werden, wenn wir mit anderen teilen, was wir haben und uns mit ihnen mitfreuen können.

Unser Ausflug ins Rohrachtal (geschrieben von der Klasse 6b)

Am Dienstag, den 28.9. mussten wir uns morgens erst einmal alle testen. Dann haben wir alles besprochen und gingen los. Wir wollten mit beiden sechsten Klassen ins Rohrachtal. Wir sind dahin gelaufen. Durch den Stadtpark und die obere Stadt mussten wir alte Häuser zählen, das Haus des Bürgermeisters suchen, Glocken finden, 5 Kastanien sammeln und ein besonders schönes Herbstblatt mitnehmen. Das haben wir auch gemacht. Eigentlich sollten wir noch eine schöne Herbstblume suchen. Das haben wir aber vergessen. Endlich waren wir im Wald. Am See stellten wir uns auf die Aussichtsplattform und entdeckten Enten und Blesshühner. Dort gab es auch einen Reiher. Wir beobachteten sie mit dem Fernglas. Am Ende des Tals setzten wir uns auf eine Brücke und haben gevespert. Wir bekamen auch noch Nüsse, die waren sehr lecker. Später zogen wir unsere Schuhe und Socken aus und gingen ins Wasser. Das war so kalt, dass wir unsere Füße fast nicht mehr spüren konnten! Danach mussten wir wieder zurücklaufen. Auf dem Weg war so viel Hundekot – das war eklig. Endlich waren wir wieder in der Schule und es gab ein leckeres Mittagessen. Es war ein schöner Tag, der hat richtig Spaß gemacht!

Die diesjährige Abschlusssfeier stand wegen der Corona Pandemie unter besonderen Voraussetzungen. Besonders herzlich waren vor allem die vielen Glückwünsche aus allen Klasssenstufen. Die Liveschaltung des Klassenlehrers, der leider nicht an der Feier persönlich anwesend sein konnte, machte die Veranstaltung für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Unser Schulhaus wird erneuert und auch die Digitalisierung hält einzug in die Klassenzimmer. Wir freuen uns, wenn wir bald die hell gestalteten Räume beziehen dürfen und die neue Technik nutzen können.

Wieder ist ein Schuljahr vergangen und wir durften die Schüler der 9. Klasse in die weite Welt verabschieden. Die Abschlussfeier war ein schöner gemeinsamer Abend mit Beiträgen von Schülern und Lehrern. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt.

Wir freuen uns, das Frau Baehrens bei uns zu Besuch war um sich ein genaues Bild unserer Schule zu machen. Wir hatten mit ihr und den Schülern einen regen Austausch.

Pestalozzi Schule · Geislingen an der Steige